Kampf der Frühjahrsmüdigkeit
Im März beginnt der Frühling und die Natur erwacht aus ihrem langen Winterschlaf - alles wächst, blüht und gedeiht. Und gerade jetzt, wo das große Erwachen angesagt ist, machen viele Menschen schlapp - die Frühjahrsmüdigkeit schlägt zu. Die Symptome sind vielschichtig: Müdigkeit, Wetterfühligkeit, Leistungsabfall, Abgeschlagenheit, Schwindel, Kreislaufschwäche und Gereiztheit.
Eigentlich dürfte es sie ja gar nicht geben, die große Schlappheit, die ab März wie eine Seuche grassiert. Schließlich folgt auch der Mensch dem Rhythmus der Natur und bekommt im Frühjahr eine ordentliche Portion Hormone verpasst, die ihn kraftstrotzend und himmelhoch jauchzend ins Leben schicken müsste. Dass dem nicht so ist, versetzt die Wissenschaft immer noch in Staunen.
Einer der Gründe für diese schlaffen Wochen ist sicher die Großwetterlage. Mit den ersten wärmeren Tagen weiten sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt ab, man fühlt sich müde und schwach. Etwa einen Monat dauert es, bis sich der Körper an die neuen Temperaturen gewöhnt hat.
Auch die hormonelle Umstellung spielt dabei eine Rolle: Eine Studie der Washingtoner Georgetown University hat nachgewiesen, dass Frühjahrsmuffel unter einem niedrigen Serotonin- und Dopaminspiegel leiden, die als Botenstoffe für die Stimmungsregulierung verantwortlich sind. Der "Gute-Laune-Botenstoff" Serotonin, dessen Speicher nach einem langen dunklen Winter relativ leer ist, braucht für seine Entstehung Tageslicht, das eine Hormondrüse im Hirn aktiviert. Mit der Steigerung des Serotonins drosselt der Körper gleichzeitig die Produktion von Melatonin, das für Ruhe und Schlaf zuständig ist. Weil dies alles im Frühling nicht geregelt abläuft, gerät das System völlig durcheinander. Die Folge ist ein Kampf der Hormone - deshalb fordert der Körper zu den unpassendsten Zeiten eine Ruhepause.
Die Studie hat auch eine Lösung gefunden: Durch die Gabe von täglich 10 mg des Co-Enzyms Nicotinamid Adenin Dinucleotid, kurz NADH genannt, kann die chronische Müdigkeit wirkungsvoll besiegt werden. Die an 26 Männern und Frauen, die am chronischen Müdigkeitssyndrom litten, durchgeführte Studie zeigt den Erfolg des Co-Enzyms NADH eindrucksvoll auf. Nach einer Behandlungsdauer von sechs Monaten waren 80 Prozent der behandelten Patienten geheilt - und dies ohne jede Nebenwirkung. NADH ist jener entscheidende Stoff, der zum einen unser Gehirn jung und aktiv, zum anderen auch Haut und Gelenke geschmeidig hält. Als Zellschutzmittel ist NADH 30.000-mal stärker als Vitamin E. Die Energie-Pille N.A.D.H-Brench gibt es rezeptfrei in der Apotheke.
Wie Sie die Energiereserven wieder auffüllen
Nach den vielen dunklen Wintertagen sind die Energiereserven des Körpers aufgebraucht, was zusätzlich die Umstellung von der dunklen zur hellen Jahreszeit erschwert. In den kalten Monaten tun wir auch so ziemlich alles, was unserem Körper schadet. Wir essen und trinken zu viel, halten uns zu oft in überheizten, sauerstoff- und lichtarmen Räumen auf, nehmen zu wenig frisches Obst und Gemüse zu uns - damit fehlen dem Körper wertvolle Vitalstoffe. Gleichzeitig sind wir bewegungsfaul und viel zu selten an der frischen Luft.
Was auch immer dahinter steckt, gegen die Symptome der Frühjahrsmüdigkeit kann man aktiv etwas tun. Was uns im Winter gefehlt hat, muss jetzt wieder aufgefüllt werden: Sonne, Luft, Bewegung und frische Kost.
- Richten Sie Sich in Ihrem Tagesablauf nach der Sonne, damit sie so viel Tageslicht wie möglich tanken können. Stehen Sie früh auf und gehen Sie früh ins Bett. Entscheidend ist, dass unter dem Einfluss von Tageslicht im Körper Melatonin abgebaut wird.
- Strecken Sie die müden Glieder, so oft es geht, in die Sonne, auch wenn es noch ein wenig kalt sein sollte. Es gibt für jede Temperatur die richtige Kleidung. Das Licht und der Sauerstoffkick werden Sie auf Trab bringen.
- Bewegen Sie sich so viel wie möglich. Gehen Sie täglich spazieren oder planen Sie eine kleine Runde mit dem Fahrrad ein. Schon ein kurzer Spaziergang wirkt Wunder. Nutzen Sie am besten jede Gelegenheit, den Körper auch im Alltag zu bewegen. Benutzen Sie die Treppe statt des Fahrstuhls. Steigen Sie eine Station früher aus dem Bus und laufen Sie den Rest. Wie wär?s mit Morgensport? Oder einer schnellen Runde ums Haus, bevor Sie ins Büro fahren? Wenn Sie wenigstens einmal täglich so richtig atemlos sind ? und dabei auch noch ein bisschen frische Luft schnappen ? kann sich der Körper viel leichter auf die frühlingshaften Anforderungen einstellen.
- Kalt-warme Wechselduschen am Morgen statt heißer Bäder regen den Kreislauf an und wirken außerdem gegen Cellulitis. Die Bikini-Zeit steht bevor! Wer mit einem kalten Guss seine Dusche beendet, sorgt für frischen Schwung: Das Herz schlägt schneller, der Kreislauf wird angeregt und die Haut sieht frisch und glatt aus. Wer auf sein Badevergnügen nicht verzichten will, kann als Muntermacher Rosmarin- oder Fichtennadelöl verwenden.
- Gönnen Sie Ihrem Körper jetzt etwas Gutes von Innen. Statt der täglichen Ration Fastfood und Schokoriegel sollten Sie Ihrem Körper frische, vitaminreiche Kost zuführen, die er dringend benötigt, vor allem für ein reibungsloses Funktionieren des Stoffwechsels. Probieren Sie es doch einmal mit Vollwertkost. Sie ist abwechslungsreicher und vielfältiger als die meisten Diäten und hat den Vorteil, dass man ohne Nährstofftabellen auskommt. Gehen Sie auf Korn-Entdeckungsreise. Sie werden staunen, was es in gut sortierten Supermärkten und Reformhäusern alles gibt: Vollkornbrot und -nudeln, Naturreis, Weizen und Roggen, aber auch fast vergessene Getreidesorten wie Hirse, Dinkel, Grünkern, Buchweizen oder Gerste. Im Vollkorn sind Ballaststoffe und Vitamine der B-Gruppe enthalten, die bei normaler Ernährung oft fehlen.
- Vermeiden sollten Sie weißen Zucker. Gesünder ist Vollzucker oder Honig und Fruchtzucker.
- Obst und Gemüse sind ideale Nahrungsmittel. Sie schmecken nicht nur gut, sie sind auch reich an Vitaminen und Nährstoffen, machen aber nicht dick. Speziell Gemüse und Pilze haben einen hohen Anteil an Ballaststoffen, die rasch den Hunger stillen. Aber Obst und Gemüse tun noch einiges mehr für unseren Organismus. Die Kohlenhydrate der Früchte sind einfacher Zucker, der schnell vom Körper aufgenommen wird und sofort dorthin gelangt, wo Energie gebraucht wird.
- Essen Sie also täglich mindestens eine Portion Gemüse und Obst. Mit Salaten und Rohkostplatten lassen sich die herrlichsten Speisen zaubern, und frisches Obst eignet sich als Nachspeise eben so gut wie als Zwischenmahlzeit.
- Richten Sie sich nach der Regel: Lieber fünf statt drei. Nehmen Sie also lieber mehrere kleine statt wenige große Mahlzeiten ein. Zwar sollten Sie diese Regel auch den Rest des Jahres berücksichtigen, sie ist jedoch besonders wichtig, wenn Sie sich kraftlos fühlen. Gerade dann beschwert eine üppige Mahlzeit zusätzlich.
- Und viel trinken! Damit sind nicht Sekt oder Wein gemeint, sondern gute Rohkostsäfte und Wasser. Bereits zwei Safttage genügen, um Ihren Organismus wieder in Schwung zu bringen. Dabei sollten Sie mindestens zwei Liter Wasser und einen Liter Obst-, Gemüse oder Kräutersäfte zu sich nehmen. Auf jeden Fall sollten Sie vier Wochen hindurch täglich 200 ml Hagebuttensaft, 150 ml Schlehdornsaft, und je 50 ml Brennnessel-, Löwenzahn-, und Selleriesaft trinken. Das Ergebnis: Nervöse und depressive Verstimmungen bessern sich, die Konzentrationsfähigkeit steigt und der Schlaf wird ruhiger.
- Ein Tipp bei schlechter Laune: Ziehen Sie sich nicht in Ihr Kämmerchen zurück, sondern rufen Sie eine gute Freundin oder einen guten Freund an. Gemeinsam reden und lachen bringt auch die Seele wieder auf Trab. Unternehmen Sie am besten etwas im Freien! Sonnenlicht und Vogelgezwitscher heben die Stimmung, da es die Bildung des Glückshormons Serotonin anregt. Auch bunte Kleidung macht gute Laune. Abends kann auch ein schönes Buch für Entspannung sorgen.
- Vorsicht bei dauerhafter Frühjahrsmüdigkeit! Wenn die Symptome über Monate anhalten, Sie ständig müde oder depressiv sind oder die Leistungsfähigkeit langfristig nachlässt, sollten Sie dies unbedingt von einem Arzt untersuchen lassen. Möglicherweise steckt das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS), eine Depression oder eine andere Erkrankung dahinter.
Acht "Trockenbäder" aus China
- Wenn Ihnen die europäischen Mittel gegen die Frühjahrsmüdigkeit nicht helfen, versuchen Sie es doch einmal mit chinesischen Methoden. Acht "Trockenbäder", in Form von Akupressurmassage, die man leicht bei sich selbst durchführen kann, fördern die Blutzirkulation und helfen dem Körper, sein energetisches Gleichgewicht zu erhalten. Voraussetzung für den Erfolg: regelmäßige Anwendung.
- Bad der Hände: Reiben Sie zunächst die Innenflächen beider Hände aneinander, bis sie erwärmt sind. Umfassen Sie mit der einen Hand das gegenüberliegende Handgelenk und massieren Sie 16-mal über den Handrücken bis zu den Fingerspitzen. Mit der anderen Hand wiederholen.
- Bad der Arme: Legen Sie Ihre Hand auf die Innenflächen des gegenüberliegenden Handgelenks und lassen Sie auf der Arminnenseite 16-mal nach oben, über die Schulter und auf der Armaußenseite wieder zurück zum Handgelenk gleiten. Mit der anderen Hand wiederholen.
- Bad des Kopfes: Legen Sie Ihre Handinnenflächen senkrecht nebeneinander auf die Stirn und ziehen Sie sie 16-mal über Augen, Wangen und Mund zum Kinn hinunter. Fahren Sie beidseits des Halses nach hinten zum Nacken und von dort über den Hinterkopf hinauf und zurück zur Stirn. Anschließend die Finger spreizen und den Haarboden leicht klopfend massieren, 40-mal mit allen Fingern gleichzeitig.
- Bad der Nase: Legen Sie Ihre Zeigefingerspitzen oder die Rücken Ihrer Daumen an die Nasenflügel und fahren Sie 16-mal nach oben über die Nasenwurzel hinauf auf die Stirn und wieder zurück.
- Bad der Brust: Legen Sie Ihre linke Hand auf die rechte Schulter, lassen Sie sie zur rechten Brust gleiten, umkreisen Sie dreimal die Brustwarze und fahren Sie diagonal zum linken Oberschenkel. Ziehen sie die Hand wieder zurück und massieren Sie die Schulter 40-mal. Auf der anderen Seite wiederholen.
- Bad der Beine: Fahren Sie mit der Handfläche von der Leiste über die Beininnenseite hinunter zum Fußgelenk und von dort über die Außenseite zurück zur Hüfte. Versuchen Sie, denselben Druck beizubehalten und wiederholen sie es auf jedem Bein 16-mal.
- Bad der Knie: Wärmen Sie Ihre Hände, indem Sie sie aneinander reiben. Massieren Sie beide Knie gleichzeitig mit kreisenden Bewegungen je 16-mal in Uhrzeigersinn und gegenläufig.
- Bad der Augen: Massieren Sie beide Augen gleichzeitig mit Zeigefingerspitzen oder Daumenrücken. Kreisen Sie in beiden Richtungen je 16-mal um die Augen, und zwar so, dass Sie zunächst unter dem Auge von innen nach außen fahren und anschließend von den inneren Augenwinkeln hoch über die Lider nach außen. Dadurch wird ein Spezialpunkt (drittes Auge) zwischen den Augenbrauen geöffnet.
Ein Tipp aus Japan
Niemand will müde aussehen. Da gibt es ein einfaches, japanisches Rezept, das schnell hilft und das müdeste Antlitz in Kürze strahlend und lebensfroh erscheinen lässt: Sie nehmen ein kleines saugfähiges Handtuch, falten es der Länge nach und tauchen es in sehr heißes Wasser. Nach dem Auswringen pressen Sie es mit beiden Händen unter das Kinn und der Länge nach auf beide Wangen. Die feuchte Wärme regt unmittelbar die Blutgefäße des Halses an. Infolge dessen pulsiert das Blut schneller durch Schläfen, Wangen und Augen. Außerdem wirkt die Überflutung mit Sauerstoff belebend auf die Gehirnzellen und entspannt die zahlreichen Nerven im Bereich des Kopfes.
Wenn alle Methoden versagen, dann bleibt nur noch ein Ausweg: Sie müssen sich verlieben! Dann kommen Herz und Hormone so richtig in Schwung. Der Zauber der Chemie beginnt sofort zu wirken: Das Stresshormon Adrenalin wird ausgeschüttet und lässt den Organismus zur Hochform auflaufen. Lustlosigkeit, Müdigkeit und Leistungsschwäche sind wie weggeblasen. Und solange der Zustand anhält, brauchen Sie sich keine Gedanken mehr über die Frühlingsmüdigkeit zu machen...
